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Oida, des kann'st ned erfindn - WIENzig

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Wienerisch: fia’n Hugo

Wienerisch kann man lernen

„Muttertag is eh fia’n Hugo.”
(Muttertag – Die härtere Komödie, 1992)

„Für den Hugo” ist in Wien alles, was komplett umsonst, vergeblich, überflüssig oder sinnlos ist. Als Synonyme gelten fia die Wiascht („für die Würste”) und fia die Fisch („für die Fische”), trotzdem ist der Hugo wohl die eleganteste Variante, seiner Resignation Ausdruck zu verleihen. Mit dem leichten sommerlichen Cocktail aus Prosecco, Mineralwasser, frischer Limette und Minze hat unser Hugo aber nichts zu tun. Viel eher handelt es sich um eine Verballhornung des französischen Ausdrucks haut goût („hoher Geschmack”, gesprochen „ho gü”), der in der Küchensprache den süßlich-strengen Geruch von abgehangenem, bereits leicht verwesendem Wildfleisch bezeichnet. Bald wurde auch alles Anrüchige und schlichtweg Stinkende mit haut goût betitelt. Die Wiener krempelten die Silben um, kreirten damit den Hugo und gaben ihm die Bedeutungen „Penis” und sogar „Klomuschel”. Was also fia’n Hugo ist, ist so sinn- und wertlos, dass man es getrost in der Toilette hinunterspülen könnte.

Praktischer Guide

Schimpfen kann man lernen. Wer in Wien wohnt, muss das sogar gewissermaßen tun, um den Alltag unter lauter Deppaten zu bewältigen. Aus diesem Grunde entstand dieser Guide, der einem jenes Wissen vermittelt, das man zum Überleben einfach braucht. Ob universelle Schimpfwörter, kulinarische Schmähungen oder richtig derbe Flüche – all das ist in dem STADTBEKANNT-Guide Schimpfen wie ein echter Wiener enthalten und wartet nur darauf, entdeckt zu werden.

Tschuri

Schnackseln wie ein echter Wiener Tschurifetzen (c) STADTBEKANNT Patricia Fontanesi

„Tschuri“ kommt von romani „djuuri“ und heißt in der Sprache der Roma Suppe.

Handschellen

Achter, Achtereisen und Brezn bedeuten Handschellen im Polizeijargon.

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